Seiteninhalt

Veranstaltungen



Auswirkungen einer psychischen Erkrankung auf die Partnerschaft - eine Bewältigungsherauforderung für das Paar

Vortrag von Andrea Stachon-Groth

Dienstag, 24. September 2019, um 19.00 h im TORhaus am Kirchplatz in Havixbeck

Viele Menschen erkranken im Verlaufe ihres Lebens psychisch. Dies betrifft nicht nur die Person selbst, sondern auch die Partnerschaft. Das Zusammenleben mit einem Menschen, der an einer psychischen Krankheit leidet, erfordert eine neue Ausbalancierung des partnerschaftlichen Verhältnisses und der Rollenverteilung.

Die primäre Bewältigungsanforderung für beide Partner besteht darin, die Krankheit anzunehmen, zu akzeptieren und in das bisherige Leben zu integrieren. Eine gemeinsame Stressbewältigung wird jedoch häufig erschwert durch die krankheitsbedingten Beeinträchtigungen u.a. in den Bereichen Kommunikation, Problemlösefähigkeit und Intimität.

Aber die Erkrankung hat nicht nur Auswirkungen auf die Partnerschaft, auch die Qualität der Partnerschaft hat Einfluss auf das Krankheitserleben. Diese gegenseitigen Entwicklungs-herausforderungen für das Paar werden an diesem Vortragsabend thematisiert, wozu Sie herzlich eingeladen sind.

Andrea Stachon-Groth, Diplom-Psychologin,  Leiterin der Ehe-, Familien- und Lebensberatung  im Bistum Münster
Andrea Stachon-Groth, Diplom-Psychologin, Leiterin der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Münster

Papas Seele hat Schnupfen -

Musikalische Lesungen

mit Claudia Gliemann für Kinder

im Juni 2019 an Grundschulen in Coesfeld



Warum und mit welchen Auswirkungen die psychische Gesundheit eines Menschen in schwieriges Fahrwasser geraten kann, ist oft nicht einfach zu vermitteln. Die Hintergründe Kindern nahezubringen, ist noch einmal eine besondere Herausforderung. Vielleicht aber auch nicht. Kinder können vieles unbekümmerter und weniger vorgeprägt aufnehmen. Diese Offenheit schafft eine gute Basis für den Weg, den Claudia Gliemann mit ihrer Lesereise für Kinder gewählt hat, um auch ganz jungen Menschen Einblicke in psychische Leiden zu geben und darin, wie es gelingen kann, damit gut umzugehen und wieder zu besseren Zeiten zu kommen. Sie erzählt die Geschichte von Nele und ihrem Vater. Den, Seilartist in einem Zirkus, bringt eine depressive Erkrankung nicht nur in luftiger Höhe aus dem Gleichgewicht. Damit gerät auch Neles Welt durcheinander.

Frau Gliemann gelingt es mit ihrer Lesereise, das Thema Depressionen in kindgerechter Art und Sprache aufzugreifen. Sie nimmt den Kindern den Schrecken vor der Krankheit und bietet Lösungsmöglichkeiten für das eigene Handeln an. Und die Kinder können feststellen, dass sie mit diesem schwierigen Thema nicht allein auf der Welt sind. Das ist es, was Kinder unserer Ansicht nach benötigen, um einen angemessenen Umgang mit der Erkrankung zu finden. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn ein Elternteil oder ein anderer, ihnen nahestehender Mensch an Depressionen erkrankt ist.
Im vergangenen Jahr war der Themenschwerpunkt der von unserem Verein organisierten Tage der seelischen Gesundheit „Depressionen". Aus diesem Grunde fanden wir es passend, im Vorfeld der Tage der seelischen Gesundheit, Grundschulen in unserem Kreis die Möglichkeit zu bieten, ihren Schülern an einer Lesereise mit Frau Gliemann teilnehmen zu lassen. Insgesamt hat an vier Grundschulen in der Gemeinde Senden jeweils eine Lesereise für Schüler der dritten oder vierten Klasse stattgefunden.

Im Juni 2019 planen wir mit Frau Gliemann die Fortsetzung ihrer Lesereise im Kreis Coesfeld. Dann wird sie an drei Grundschulen in der Stadt Coesfeld zu Gast sein.

Weitere Informationen zu den Lesereisen können Sie hier erhalten.

Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld lädt ein zu Ausstellung über „Wege aus der Depression"

Kunstwerke von Betroffenen, vom 05 bis 31. Mai 2019 in Billerbecks Bahnhof


Die Ausstellung „Wege aus der Depression" zeigt Bilder von an Depression erkrankten Menschen und wird bis zum 31. Mai 2019  in Billerbecks Bahnhof zu sehen sein. Seit 2011 reisen 20 Bilder aus drei Kreativwettbewerben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe quer durch Deutschland und kommen im Mai auch in den Kreis Coesfeld.

Die Kunstwerke laden zu Gedankenaustausch und Diskussion ein. Ob Fotografien, Malereien oder Grafiken: Die Künstler - oftmals selbst Betroffene oder Angehörige - teilen mit ihren Werken ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven auf die Erkrankung. Gleichzeitig machen sie mit den selbstgeschriebenen Begleittexten auch anderen Mut, sich auf ihren eigenen Weg aus der Depression zu machen.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 5.5.2019, um 11.00 Uhr mit einem Vortrag des ehemaligen Chefarztes der Klinik am Schlossgarten Dülmen, Dr. Wilhelm Oelenberg, eröffnet.

Der Verein IBP Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. und die Volksbank Baumberge unterstützen die Ausstellung.

Seit 2011 schreibt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe alle zwei Jahre im Rahmen des Deutschen Patientenkongresses Depression einen Foto- und Kreativwettbewerb aus. Ausgezeichnet wurden Bilder von Betroffenen und Angehörigen, die „Wege aus der Depression" aufzeigen. Aufgrund des großen Zuspruchs, wurden 2011 erstmals einige Bilder der Wettbewerbe in einer Ausstellung gezeigt.

Eine Depression kann jeden treffen. Insgesamt erkranken in Deutschland jedes Jahr ca. 5,3 Mio. Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Der Fördervereinsvorsitzende Valentin Merschhemke erklärt dazu: „Eine Depression im medizinischen Sinn muss deutlich unterschieden werden von depressiven Verstimmungen, die jeder kennt und die zum Leben dazu gehören. Um von einer echten Depression zu sprechen, müssen mehrere Krankheitszeichen über mindestens zwei Wochen vorliegen. Dazu zählen eine gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit, ein permanentes Erschöpfungsgefühl, die Neigung zu Schuldgefühlen, hartnäckige Schlaf- und Appetitstörungen und das Gefühl der Ausweglosigkeit. Depression ist jedoch mit ärztlicher Hilfe gut behandelbar. Grundsätzlich ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner".

Information und Hilfe finden Betroffene und Angehörige unter:

  •  deutschlandweites Info-Telefon Depression: 0800 33 44 5 33
  •  Sozialpsychiatrische Dienste bei den Gesundheitsämtern
  •  Den Hausarzt konsultieren oder im akuten Notfall im Krankenhaus vorstellen
  •  ein Selbsttest, Wissen und Adressen rund um das Thema Depression auf www.deutsche-depressionshilfe.de
  •  Online-Forum: Erfahrungsaustausch für Betroffene und Angehörige unter www.diskussionsforum-depression.de
  •  Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker www.bapk.de

Über die Stiftung Deutsche Depressionshilfe:

Ziel der 2008 gegründeten Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in Deutschland zu leisten. Vorstandsvorsitzender und Initiator ist Prof. Dr. Ulrich Hegerl. Die Schirmherrschaft hat der Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt übernommen. Neben Forschungsaktivitäten bietet die Stiftung Betroffenen und Angehörigen vielfältige Informations- und Hilfsangebote wie das Diskussionsforum Depression und das deutschlandweite Info-Telefon Depression (0800 33 44 5 33). Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe koordiniert das Deutsche Bündnis gegen Depression zahlreiche lokale Maßnahmen: In über 80 Städten und Kommunen haben sich Bündnisse gebildet, die auf lokaler Ebene Aufklärung über die Erkrankung leisten. Seit 2014 kooperiert die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH beim Aufbau des Forschungszentrums Depression und weiteren versorgungsnahen Projekten. www.deutsche-depressionshilfe.de